SZ Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung

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DIE SPENDER

02.12.2009

Münchens Stadtsparkasse spendet 250.000 Euro für die Adventskalender-Aktion "Sport für alle Kinder"

Wer Fußball spielt, lungert nicht herum

Sparkassen-Chef Harald Strötgen spielt Golf, OB Christian Ude ist bekennender
Radfahrer und Karl Ulrich, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlages,
joggt. Früher aber hat Ulrich in den Isarauen Fußball gespielt und da gelernt:
„In einer guten Mannschaft zählt nicht die soziale Herkunft, sondern wer die Tore schießt und sich für andere einsetzt.“



Herkunft und finanzieller Hintergrund der Eltern sollten nicht darüber entscheiden, ob ein Kind Sport machen kann – das ist auch das Ziel der Aktion „Sport für alle Kinder“, die der Adventskalender der Süddeutschen Zeitung gemeinsam mit dem Sportamt der Stadt München ins Leben gerufen hat. Wo immer Eltern sich die Mitgliedsbeiträge in Münchner Sportvereinen nicht leisten können, springt der Adventskalender ein; die Beiträge werden über das Sportamt direkt an die Vereine überwiesen. Viele SZ-Leser haben bereits gespendet, nun beteiligt sich auch die Stadtsparkasse an der Aktion –mit 250.000 Euro. Was Christian Ude, Schirmherr von „Sport für alle Kinder“, mit einem doppelten Lob quittiert. An die Sparkasse, die selbst in Zeiten der Finanzkrise „keine Hilfe vom Staat braucht, sondern der Stadt und ihren Bürgern Hilfe zukommen lässt“. Und an die SZ für die „innovative Idee“, deren sozialpolitische Bedeutung nicht zu unterschätzen sei. „Wer Sport macht, lungert nicht auf der Straße rum.“
Die Spende der Sparkasse, so hat Strötgen ausrechnen lassen, ermöglicht rund 1000 Kindern über einen Zeitraum von zwei Jahren die Mitgliedschaft im Verein. Fehlen nur noch die Kinder. 145 Anträge liegen bislang vor, vor allem von Eltern, die ihr Kind schon im Verein haben, obwohl sie sich den Jahresbeitrag eigentlich nicht leisten können. Der Bedarf aber sei größer, da ist Ude sicher, weshalb er Lehrer und Sozialarbeiter bittet, verstärkt für die Aktion zu werben (Infos unter www.sport-muenchen.de). „Wir haben ein gesellschaftliches Problem erkannt, aber die Zielgruppe noch nicht erreicht.“ Rudolf Behacker vom Sportamt ist zuversichtlich, dass sich das bald ändern wird. Die Schwimmvereine liegen ihm besonders am Herzen. Ein Viertel aller Kinder aus Migrantenfamilien, sagt Behacker, könnten nicht schwimmen. Tendenz steigend. Was nicht nur schade sei, sondern auch gefährlich.

(SZ vom 02.12.09)