Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
Mit einem neuen Rekord haben die SZ-Leser die schon überwältigende Hilfsbereitschaft in den Vorjahren noch einmal übertroffen - und das trotz der Finanzkrise.
Knapp 5,6 Millionen Euro kamen bei der 60. Hilfsaktion des "Adventskalenders für gute Werke der Süddeutschen Zeitung" zusammen, alles Spenden, um arme, kranke und behinderte Menschen zu unterstützen. "Es ist einfach unglaublich", freut sich Adventskalender-Geschäftsführerin Claudia Strasser über den großartigen Erfolg im Jubiläumsjahr. Stellvertretend für die Leser nimmt sie den Dank der vielen Menschen entgegen, um die sich der Adventskalender kümmern kann: "Es ist ergreifend, wenn Leute am Telefon weinen, weil die Spenden der Leser ihnen aus einer Notlage helfen konnten."
Eine kranke Frau schrieb: "Mit einer so raschen und unbürokratischen Hilfe hatte ich nicht gerechnet. Ich fühlte mich wie im Märchen, reich beschenkt - und fragte mich, ob wohl die vielen anderen ebenso großes Glück hatten. Es gibt so viele notleidende, bedürftige und tapfere Menschen - und es gäbe so viel zu tun und zu helfen."
Insgesamt sind 5,582 Millionen Euro an Spenden eingegangen, rund 360.000 Euro mehr als im Vorjahr. Die gesamte Summe geht ohne jeglichen Abzug in Hilfeleistungen, denn alle Kosten trägt der Süddeutsche Verlag. Schwerkranke Kinder, alte, pflegebedürftige Menschen, seelisch Kranke und Familien, die in Not geraten sind, standen diesmal im Mittelpunkt der Reportagen im Münchner Teil. Mit eigenen Aufrufen beteiligten sich die Landkreisausgaben der SZ. Der höchste Betrag kam von der Sozialstiftung der Stadtsparkasse, die mit 250.000 Euro die Aktion Schülerlunch unterstützt. Zwei große Spenden - 10.000 und 20.000 Euro - gingen von Privatleuten für den gleichen Zweck ein. Edith von Welser-Ude, Ehefrau von Oberbürgermeister Christian Ude, wollte keine Geschenke zum 70. Geburtstag, sondern Spenden für den Schülerlunch. So kamen 11.260 Euro zusammen. 50.000 Euro stiftete auch in diesem Jahr wieder ein langjähriger Spender. Viele halten "ihrem" Adventskalender schon seit vielen Jahren die Treue, wie etwa FC-Bayern-Manager Uli Hoeneß, der das Hilfswerk regelmäßig mit großen Spenden unterstützt - diesmal mit 25.000 Euro.
Beteiligt haben sich auch viele Schulklassen und Firmenbelegschaften. Die 85 Beschäftigten der Betriebsprüfungsstelle des Finanzamts München III haben eine Weihnachtsfeier organisiert und eine Tombola selbst mit Sachspenden bestückt. Der Erlös aus dem Losverkauf, 500 Euro, ging an das SZ-Hilfswerk. Trotz der hohen Einnahmen sei "alles Geld bereits weitgehend ausgegeben und verplant", sagt Claudia Strasser. Ein Ehepaar reimte: "Mag es uns auch noch so wenig taugen / finanzieller Kummer macht traurige Augen. / Dank der gezeigten Großmütigkeit / strahlt uns're Zukunft wieder hell und weit / Drum danken wir auf diese Weise allhie' / mit feiner, naiver Poesie."
12.352 Ferienpässe und 2227 Familienpässe im Wert von insgesamt rund 174.000 Euro hat der Adventskalender verteilt und 2470 Lebensmittelpakete an Bedürftige ausgegeben. Eine ältere Frau dankte: "Nun habe ich Vorrat und kann mir jeden Tag etwas Gutes kochen. Der liebe Gott und mein Schutzengel haben es sehr gut mit mir gemeint."