Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
Behinderte Menschen sind durchaus in der Lage, ein weitgehend eigenständiges Leben zu führen. Sie können sich mit Hilfe anderer um ihre Angelegenheiten kümmern, wenn die Eltern ihrem erwachsenen Kind nach Jahrzehnten fürsorglicher Betreuung nicht mehr unter die Arme greifen können.
In einer solchen Situation befindet sich Matthias P. (Name von der Redaktion geändert). Er wohnt im kleinen Haus seiner Eltern in einer Gemeinde im westlichen Teil des Landkreises in eigenen Räumlichkeiten.
Das soll auch so bleiben, obwohl sich sein Vater und seine Mutter aus gesundheitlichen und auch aus Altersgründen immer weniger um ihren 45 Jahre alten Sohn mit einer geistigen Behinderung kümmern können. Doch Matthias P. kann seinen Haushalt nur mit Anleitung, Förderung und Unterstützung führen. Mit dem Beistand einer Sozialeinrichtung im Alltagsleben – betreut wird der 45-Jährige von der Caritas-Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung in Fürstenfeldbruck – könnte der Mann beispielsweise lernen, wie leichte Gerichte zubereitet werden, das Sauberhalten seiner kleinen Wohnung einüben und mit einer entsprechenden Begleitung anstehende Behördengänge weitgehend eigenständig erledigen.
Nach Einschätzung seiner Betreuer hätte der geistig Behinderte folglich durchaus gute Chancen, auch ohne seine Eltern selbstbestimmt in seiner alten Umgebung weiterzuleben. Nur fehlen die Mittel für die unverzichtbare Anleitung und Förderung. Der benötigte Betrag ist im Vergleich zu den Auswirkungen relativ gering. Trotzdem übernimmt der zuständige Bezirk von Oberbayern nach Angaben der Brucker Caritas nur einen kleinen Teil der Kosten der notwendigen Förderung. Obwohl der 45-jährige Behinderte sehr motiviert sei und für sich selbst sorgen wolle, reiche der Zuschuss des Bezirks nicht, um Matthias P. auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten.
Der Adventskalender der Süddeutschen Zeitung will einen Beitrag dazu leisten, dass der Behinderte auch künftig sein Leben selbst gestalten und ohne die Hilfe seiner Eltern noch möglichst lange in seinem gewohnten Umfeld bleiben kann.
(SZ vom 07.01.12)