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14.12.2007

Ein Leben am Sauerstoffgerät

Zwischen Leben und Tod zu schweben - dieser Zustand sei ihm vertraut, sagt Giovanni B. "Meine Lunge arbeitet nur noch zu 33 Prozent", sagt er. Das Asthma ist aber nur eine seiner Krankheiten.



Zwischen Leben und Tod zu schweben - dieser Zustand sei ihm vertraut, sagt Giovanni B. Er sitzt fast bewegungslos auf dem Sofa, nur seine braunen Augen blicken lebhaft. Über einen Schlauch in der Nase gelangt Sauerstoff in den Körper des Schwerkranken. "Meine Lunge arbeitet nur noch zu 33 Prozent", sagt er. Das Asthma ist aber nur eine seiner Krankheiten. Die Medikamente hätten Osteoporose verursacht. "Ich habe Knochen wie ein Hundertjähriger", sagt B. und berichtet von den Stürzen aufgrund einer Epilepsie, die immer wieder zu Brüchen führen. Außerdem hat der gebürtige Italiener, der mit seiner Frau seit 23 Jahren hier lebt, einen Herzinfarkt hinter sich. Ein bisschen fernsehen, ein bisschen Zeitung lesen - so vergehen lange, öde Tage. Manchmal fährt ihn seine Frau im Rollstuhl spazieren, das Sauerstoffgerät immer dabei. Doch feuchtes Wetter wie derzeit ist Gift für die Lunge. Nach Abzug der Miete und der Nebenkosten für die bescheidene Wohnung reichen die Erwerbsunfähigkeitsrente und die 205 Euro Pflegegeld nur noch für ein Dasein am Existenzminimum. Seine Frau zeigt eine Apothekenquittung: 20 Euro kostet eines der Mittel, das dem Kranken in die Lunge geleitet wird. Alle drei Wochen holt sie eine neue Flasche, und die Krankenkasse zahlt dafür nicht. Den Kostenvoranschlag des Zahnarztes hat der 59-Jährige weggeworfen - der Eigenanteil ist zu hoch. "Wir haben zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel", sagt Herr B. und lacht bitter. Wer helfen will, wird um ein Geldgeschenk gebeten, das überwiesen oder Montag bis Freitag von 9.30 Uhr bis 18 Uhr und an allen Samstagen im Dezember von 9.30 bis 15 Uhr im SZ-Servicezentrum, Hultschiner Straße 8, eingezahlt werden kann. Unser Spendenkonto: "Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung e.V." HypoVereinsbank München Kto.-Nr. 82 228 (BLZ 700 202 70) Spenden für das SZ-Hilfswerk sind steuerlich abzugsfähig; bis 200 Euro reicht der vereinfachte Nachweis. Bei Spenden von mehr als 200 Euro senden wir die Spendenbestätigung zu, sofern auf der Überweisung der Absender vollständig angegeben ist. Jede Spende wird voll dem guten Zweck zugeführt. Alle Kosten trägt der Süddeutsche Verlag. Weitere Informationen: www.sz-adventskalender.de (SZ vom 14.12.2007)