SZ Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung

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Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)

29.12.2011

SZ – Landkreisausgabe Erding

Krank und mittellos

Nach Weihnachten nehmen sich die Menschen Zeit für die Familie. Sie gehen spazieren, trinken Tee oder spielen mal wieder miteinander Karten. Doch wer das Zusammensein genießen möchte, muss über ein Mindestmaß an Behaglichkeit und über ein bisschen Geld verfügen können. Wer nichts hat, der leidet in dieser ruhigen Zeit besonders schwer darunter, dass er es sich und seinen Lieben nicht ein wenig gemütlich machen kann.



Der Sozialpsychiatrische Dienst der Caritas ist eine Anlaufstelle für Menschen, die nicht genügend Geld haben und zusätzlich an einer psychischen Erkrankung leiden. Der Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung möchte helfen, die Not zu lindern.
Mit nur 150 Euro wäre Frau B. bereits geholfen: Sie leidet an einer Persönlichkeitsstörung und lebt sehr zurückgezogen. Als junge Frau war sie eine gute Schwimmerin. Um die soziale Isolation zu durchbrechen, ermuntert ihre Caritas- Betreuerin Frau B. dazu, wieder ins Hallenbad zu gehen. Zusätzlich wäre dies auch ihrer Gesundheit förderlich, denn Frau B. leidet an Herz-Kreislauf-Problemen. Der Plan droht jedoch am Geld zu scheitern, langfristig überschreiten die Eintrittskosten ins Hallenbad ihre finanziellen Möglichkeiten. Mit 150 Euro wäre der Eintritt zu finanzieren. Bei dem in Erding lebenden Herrn K. geht es darum, den Kontakt zu seinen von ihm getrennt lebenden Kindern nicht zu verlieren. Sie leben mit ihrer Mutter in Freilassing. K. hat aufgrund seiner psychischen Probleme seine Arbeit verloren und lebt von Arbeitslosengeld II. Mit 350 Euro, so schätzt die Caritas, wäre ihm sehr geholfen, dann könnte er regelmäßig nach Freilassing fahren.
Bei vielen Menschen geht es darum, dass sie nach einer psychischen Erkrankung mühevoll gelernt haben, wieder alleine zu leben, doch das Geld reicht nicht aus für eine einfache Wohnungseinrichtung. Vier Jahre war Frau K. in einer stationären Einrichtung, nun will sie in einer eigenen Wohnung ihr Leben mit sozialpädagogischer Betreuung wieder selbst in die Hand nehmen. Doch zurzeit schläft sie noch auf einer Matratze am Boden. Für einen Schrank, ein Bett und ein paar Kleinmöbel benötigt sie 400 Euro.
Der Sozialpsychiatrische Dienst betreut viele Menschen, die trotz Erkrankung für ihre Eigenständigkeit kämpfen. Doch immer wieder fehlt das Geld, um sich das Nötigste zu kaufen. Zum Beispiel ein Rad: Die junge Mutter Frau L. leidet an einer psychischen Erkrankung und lebt mit ihrem kleinen Sohn im östlichen Landkreis. Sie kann nicht arbeiten und ist auf Grundsicherung angewiesen. Für die Fahrten in die Stadt braucht sie dringend ein neues Rad. Schon mit 250 Euro wäre ihr sehr geholfen.

(SZ vom 29.12.11)