Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
Dem Rekordergebnis aus dem Jubiläums-Vorjahr sind die Spenden für die 61. Hilfsaktion des „Adventskalenders für gute Werke der Süddeutschen Zeitung“ trotz der für viele spürbaren Folgen der Finanzkrise sehr nahe: Insgesamt 5,274 Millionen Euro sind eingegangen für arme, kranke und behinderte Menschen, die Unterstützung brauchen.
Das sind nur rund 310 000 Euro weniger als im Jubiläumsjahr. „Ich bin den SZ-Lesern sehr dankbar, dass sie uns auch in schwierigeren Zeiten die Treue gehalten haben“, betont deshalb Adventskalender-Geschäftsführerin Claudia Strasser. Die Wirtschaftskrise hat sich auf die Bereitschaft zu helfen also kaum ausgewirkt. Und die Spenden seien „wichtiger denn je, weil die Hilfsanfragen dramatisch zugenommen haben“. So hofft sie darauf, dass bis zum Ende der Spendenaktion 2009/2010 im August noch weitere Beträge eingehen. Einzahlungen sind jederzeit möglich auf das Spendenkonto des Adventskalenders bei der Stadtsparkasse München Kto.-Nr. 600700 (BLZ 701 500 00).
Beteiligt haben sich an der Spendenaktion nicht nur viele Leser aus München und der Region, sondern auch aus Bayern und dem restlichen Bundesgebiet sowie vereinzelt sogar aus dem Ausland. 20 Schulen und ein Kindergarten engagierten sich gemeinschaftlich für Mitbürger in Not.
Im Mittelpunkt der Adventskalender- Reportagen im Münchner Teil der Süddeutschen Zeitung standen in diesem Jahr kranke Kinder, Alleinerziehende, alte und einsame Menschen sowie Familien in Not. Dazu kamen die Landkreis-Ausgaben der SZ, die sich mit eigenen Aufrufen an der Aktion beteiligten. „Mit den Spenden der Leser konnten wir den Menschen in Notlagen wieder Hoffnung geben“, sagt Claudia Strasser, „sei es, weil wir die Kosten für Medikamente, eine Zahnbehandlung, einen Kühlschrank, eine Matratze oder Kleidung übernehmen oder Kindern und alten Menschen die Teilnahme am Mittagstisch ermöglichen“. Beste Bestätigung seien dafür die „anrührenden Dankesbriefe“, über die sich Claudia Strasser freut. So zitiert sie aus dem Brief einer überaus dankbaren Familie: „Wenn ich einen guten Menschen beschreiben sollte, würde ich alle guten Menschen vorschlagen. Weil es für solche Taten keine Worte gibt, denn Engel kann man nicht beschreiben. Sie zeigen sich einfach, wenn man sie am meisten braucht.“ Eine Mutter betont: „Uns hat die Spende sehr geholfen. Wir konnten von der Spende wichtige Möbelstücke und Kleidung kaufen und sogar richtig Weihnachten feiern.“ Es gebe ein schönes Sprichwort: „In der größten Not erkennt man wahre Freunde, auch wenn sie im Verborgenen bleiben.“
Neben der unmittelbaren finanziellen Unterstützung bedürftiger Menschen hat der Adventskalender auch diesmal wieder Einkaufsgutscheine, Ferienpässe und Familienpässe verteilt und insgesamt rund 4000 prall gefüllte, schwere Lebensmittelpakete verschickt. „Seitdem ich das Lebensmittel-Geschenkpaket bekommen habe, sitze ich auf einer wahren Schatztruhe“, dankte eine Frau. Eine andere Empfängerin war davon nicht minder angetan: „Jede kleinste Ecke ist ausgefüllt mit leckeren Sachen und Nahrungsmitteln, sorgfältig gepackt und inhaltlich wohl überlegt, ein Traum“. Bei ihr im Haushalt, so erklärt die Frau ihre schwierige Situation, sei „einiges aus“, aber beim eigentlich nötigen Nachkauf gebe es immer einen Widerstreit auszutragen: „Medikamente gegen meine allergischen Reaktionen und Hautprobleme gehen vor.“
Eine alleinerziehende Mutter in München freute sich im Namen ihrer drei Söhne über die „unglaublich großzügige Spende“ der Leser. Oftmals lässt sich, wie auch hier, mit vergleichsweise geringen Summen sehr viel ausrichten. Der Geldbetrag habe ermöglicht, ihrem ältesten Sohn „endlich ein größeres Bett, damit er sich mal richtig ausstrecken kann“, zu kaufen. Die beiden anderen Jungen bekamen die langersehnte Winterkleidung und ein Fahrrad. Und für alle zusammen gab es „in diesem Jahr doch noch einen richtigen Weihnachtsbaum“. Ganz gerührt von der unverhofften Hilfe setzte die Mutter hinzu: „Ich weiß nicht, wie ich den SZ-Lesern unsere unglaublich große Freude und unseren Dank übermitteln soll.“
(SZ vom 20.03.10)