Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
Mit einem Satz springt Maya in die Arme von Thomas D., 38, und verkündet:
„Papa, ich habe meine Hausaufgaben fertig.“ Jetzt möchte sie „etwas Süßes“.
Nein, sagt der Vater, „um diese Uhrzeit gibt es keine Schokolade mehr,
es gibt bald Abendessen“.
Als Thomas D. vor vier Jahren berufsbedingt nach München umzog, ahnte er noch nicht, dass er bald alleinerziehender Vater sein würde.
Eigentlich wollte die Mutter seiner beiden Kinder Maya, 7, und Chayenne, 6, mit den Töchtern wenig später nachziehen. Doch während seiner Abwesenheit kümmerte sie sich kaum um die Kinder und habe „Halligalli“ gemacht. Thomas D. schaltete das Jugendamt ein, jetzt ist er einer der immer noch seltenen alleinerziehenden Väter. Und er hat das Problem, das alle berufstätigen Alleinerziehenden kennen: Mit dem Kindergarten, sagt Thomas D., ging es noch, denn der sperrte schon um 7 Uhr auf. „Ich habe von 7.30 bis 16.30 Uhr gearbeitet. Das war knapp, aber hat gepasst“, erklärt der Vater, der bei einem Sicherheitsdienst der Bahn beschäftigt ist. Als Maya dann in die Schule kam, gab es ein Problem, denn der Unterricht beginnt erst um 8 Uhr. Doch Thomas D. hatte Glück: Sein Chef habe eigens für ihn eine verkürzte Schicht „erfunden“.
So muss er die Kinder am Morgen nicht allein lassen. Er frühstückt zwar nicht, „aber ich bin für sie da“, das ist ihm wichtig. „Sie machen es mir nicht schwer, sind nicht so stressig, wie ich als Kind war“, sagt der Vater. „Sie sind ziemlich selbständig für ihr Alter.“ Damit sie Platz haben, hat er ihnen das Wohnzimmer überlassen und ist ins Kinderzimmer gezogen. Die Kinder bräuchten einen neuen Schrank. Eigentlich hätte Thomas D. gerne einen Wäschetrockner, damit die Wäsche nicht in der Wohnküche hängt, aber er zögert, nicht nur wegen der Stromkosten. „Große Sprünge kann ich nicht machen, es reicht gerade so.“ Seinen beiden Töchtern würde er gerne Fahrräder kaufen.
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(SZ vom 08.12.09)