Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
159 Euro hatte das Rad gekostet – und dann war es weg.
Simon ärgerte sich wahnsinnig, „richtig geladen war der“, sagt seine Mutter. Dabei hatte Simon sein neues Rad auf dem Weg zur Schule an der U-Bahn-Haltestelle sogar angekettet.
Inzwischen ist das Rad wieder aufgetaucht, an derselben Haltestelle. Simon hat es an einem Aufkleber sofort als seines erkannt. Doch der Schock über den Verlust sitzt noch tief bei Maria B. 159 Euro sind für sie unendlich viel Geld. „Da habe ich monatelang hingespart“, sagt sie. Simons Mutter war nach der Trennung von ihrem Mann abgesackt, hat einige Jahre auf der Straße gelebt. Ihr heute zwölfjähriger Sohn Simon und sein 14-jähriger Bruder Martin verbrachten diese Jahre im Heim. Heute hat Maria B. wieder einen Lebensgefährten, und beide halten sich tapfer an der Limoflasche fest. Ihr Freund ist inzwischen ein Pflegefall, und sie betreut ihn. Wenigstens aus der Zwei-Zimmer- Wohnung in einem Notquartier konnte die Familie vor kurzem ausziehen. Die neue Wohnung aber ist noch leer. In den Zimmern der Jungen hängt als einziges Bild an derWand ein Puzzle, das die Mutter gemacht hat. Statt eines Vorhangs hat Simon sich ein Bettlaken vors Fenster gehängt. „Der Nachbar schaut immer so komisch rein“, sagt er. Spielzeug wünschen sich die beiden Jungen und einen Kleiderschrank. Und Simon überlegt, ob er im neuen Stadtteil einen Sportverein findet, der bezahlbar ist.
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