Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
Rocky, Margittas Mischlingsrüde bellt ganz aufgeregt, wenn er Fremde sieht. Aber dorthin, wo Margitta S. wohnt, verirren sich auch nur selten Besucher.
Manchmal kann Margitta S. keinen Schritt weiterlaufen Rocky, der kleine Mischlingsrüde, mag Fremde gar nicht gern. Dann bellt er ganz aufgeregt. Aber dorthin, wo Margitta S., 68, wohnt, am Stadtrand im Münchner Norden, verirren sich auch nur selten Besucher. Es ist eine kleine Wohnung mit niedriger Decke in einem alten Haus, dem man ansieht, dass dort schon lange nichts mehr erneuert worden ist. Irgendwann soll der schlecht isolierte Vorkriegsbau abgerissen und ersetzt werden. Aber Margitta S., die gearbeitet hat, bis sie krank wurde, stellt ohnehin keine besonderen Ansprüche. Erlernt hat sie den Beruf einer Weberin, gearbeitet hat sie in vielen Bereichen: Sie war als Beiköchin tätig, hat in einer Bananenreiferei mitgeholfen, war in der Gastronomie beschäftigt und schließlich in der Pausenversorgung. Weil die Rente zum Leben nicht reicht, hat sie beim Sozialamt Grundsicherung beantragen müssen. Wegen der sich verschlechternden Arthrose ist ihre Beweglichkeit so stark eingeschränkt, dass im Schwerbehindertenausweis die Gehbehinderung eingetragen ist. Es trifft sie daher besonders, "dass wir hier kein Geschäft zum Einkaufen haben, wo es billig ist. Als Rentnerin kann man sich das doch alles nicht leisten." Eine Nachbarin nimmt sie mit zum Einkaufen. Rocky bewacht Margitta S. inzwischen erheblich gelassener auf dem Sofa. Sie hat den Mischling aus Rauhhaardackel und Zwergschnauzer aus dem Tierheim geholt: "Ohne Hund würde ich ja sonst gar nicht mehr rausgehen." So aber sei sie gezwungen, sich zu bewegen, auch wenn sie dabei Schmerzen hat. Vor fast 20 Jahren habe das angefangen, mit den Schmerzen im Knie, dazu kamen Rückenschmerzen. "Manchmal ist alles wie taub, ich kann dann nach fünf oder sechs Schritten gar nicht mehr weiterlaufen." Vor zehn Jahren hat sie ein künstliches Kniegelenk erhalten. Von den Tabletten, die sie ständig nehmen muss, "habe ich zugenommen, dabei war ich mal so schmal wie ein Strich". Seit drei Jahren bekommt Margitta S. Rente und dazu Grundsicherung vom Sozialamt. "Da kann man keine Sprünge davon machen", sagt die 68-Jährige. "Ich bräuchte ganz dringend einen neuen Staubsauger." Nicht einplanen lassen sich auch zusätzliche Ausgaben für Rocky: "Mein Hund geht mir über alles, er hängt auch sehr an mir. Ich möchte ihn nicht mehr hergeben, meinen kleinen Räuber." Als der Hund einen Abszess zwischen den Zehen hatte, war Margitta S. sofort beim Tierarzt: "Das hat 40 Euro gekostet, das ist mir dann vom Lebensunterhalt abgegangen." Aber der Hund helfe ihr "über vieles hinweg", auch darüber, dass "alles nicht so einfach ist". Wer helfen will, wird um ein Geldgeschenk gebeten, das überwiesen oder Montag bis Freitag von 9.30 bis 18 Uhr und an allen Samstagen im Dezember von 9.30 bis 15 Uhr im SZ-Servicezentrum, Hultschiner Straße 8, eingezahlt werden kann. Unser Spendenkonto: "Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung e.V." HypoVereinsbank München Kto.-Nr. 82 228 (BLZ 700 202 70) Spenden für das SZ-Hilfswerk sind steuerlich abzugsfähig; bis 200 Euro reicht der vereinfachte Nachweis. Bei Spenden in Höhe von mehr als 200 Euro senden wir die Spendenbestätigung zu, sofern auf der Überweisung der Absender vollständig angegeben ist. Jede Spende wird voll dem guten Zweck zugeführt. Alle Kosten trägt der Süddeutsche Verlag. Weitere Informationen: www.sz-adventskalender.de (SZ vom 19.12.2007)