SZ Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung

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Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)

28.11.2008

59. Aktion bringt mit 5,5 Millionen Euro Rekordergebnis

Dank für großzügige Spenden

Jedes Jahr unmittelbar vor Start der neuen Hilfsaktion ist Claudia Strasser ganz besonders nervös. Wie werden die Leser auf die Spendenaufrufe reagieren, wie wirken sich andere Umstände – wie etwa im Vorjahr der Spendenskandal bei einer großen Hilfsorganisation – auf die Spendenbereitschaft für den „Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung“ aus?



Solche Fragen lassen die Geschäftsführerin des SZ-Adventskalenders nicht mehr ruhig schlafen, zumal sie weiß, wie viele Hilfsbedürftige auf Unterstützung hoffen. Wenn dann die Aktion, wie im letzten Jahr, mit einem weiteren Rekordergebnis zu Ende geht, dann sorgt sich Claudia Strasser schon ums nächste Jahr. Mit knapp 5,5 Millionen Euro haben die SZ-Leser im letzten Jahr dem Adventskalender die mit Abstand allerhöchsten Spendeneinnahmen in der 59-jährigen Geschichte des Hilfswerks beschert. Die globale Finanzkrise, wie wird sie sich auswirken in diesem Jahr? Die letzte Bilanz jedenfalls wird kaum zu überbieten sein: Rund 30 000 SZ-Leser spendeten. Der höchste Einzelbetrag: 50 000 Euro. Zum Aderlass für den Adventskalender gingen 39 Spender – sie stifteten die Entschädigung für die Blutspende. Richter verhängten Bußgelder zugunsten des Hilfswerks. Immer häufiger werden Geburtstage, Hochzeiten und Beerdigungen zum Anlass genommen, um Spenden zu bitten und auf Geschenke oder Blumen zu verzichten. 29 Schulen beteiligten sich mit dem Erlös aus ihrem Weihnachtsbasar und anderen Aktionen. So veranstaltete das Gymnasium Gilching einen Benefizlauf, der rund 13 000 Euro brachte. Zu den Einnahmen kamen zwei Erbschaften. Alles Geld geht ohne jeglichen Abzug an Bedürftige, denn sämtliche Kosten übernimmt der Süddeutsche Verlag.
Den Schwerpunkt bildeten wie immer die finanziellen Hilfen für arme, kranke und behinderte Menschen. Darüber hinaus hat das Hilfswerk 4000 Lebensmittelpakete, 11 330 Ferienpässe und 2000 Familienpässe verteilt.
Die Spenden, das lässt sich aus vielen Dankesbriefen ablesen, haben für die Empfänger einen viel größeren als nur den materiellen Wert. Eine alleinerziehende Mutter schrieb: „Dieses Weihnachten ist für unsere Familie wirklich etwas Besonderes gewesen. Ich war nicht auf eine so großzügige Spende gefasst, vollkommen überrascht und konnte es kaum fassen. Ich wünsche dem Adventskalender für gute Werke weiterhin so viele großzügige Spenden, damit auch viele andere Bedürftige so ein besonderes Weihnachtsfest erleben können wie meine Kinder und ich. “Eine alte Frau, die nach harten Arbeitsjahren in der Landwirtschaft von einer kleinen Rente lebt, dankte für das große Paket „mit den vielen schönen Sachen“ mit den Worten: „So fühle ich mich in der heutigen Zeit in meinem Alter von der Gesellschaft doch nicht ganz vergessen und verlassen.“
(SZ vom 28.11.2008)