Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
Birute R.’s Leben ist auf die Größe eines blauen Sofas geschrumpft. Hier sitzt sie den ganzen Tag, hier legt sie sich zwischendurch hin, hier hat sie alles, was sie braucht, um sich herum versammelt.
Medikamente und Zuckermessgerät, Tee und Wasser, Kekse und Zeitschriften, Telefon und Fernseher-Fernbedienung und eine „Greifhand“ zum Aufheben heruntergefallener Sachen. Wegen eines unheilbaren Lungenleidens ist die körperliche Belastbarkeit der 74-Jährigen extrem eingeschränkt, nach einem Herzinfarkt trägt sie zudem einen Schrittmacher, außerdem leidet sie an Diabetes und braucht täglich Insulin. „Gestern hat mir der ärztliche Notdienst wieder Cortison gespritzt“, erzählt die Rentnerin erstaunlich ungerührt und lacht ein bisschen, „sonst wäre ich heute schon tot.“
Derzeit geht es ihr so schlecht, dass sie die Treppe von ihrer Wohnung im ersten Stock ins Erdgeschoss nicht mehr schafft. „Ich muss getragen werden“, sagt sie und meidet nun lieber die Arztbesuche. Eine Helferin kauft ein und kocht zweimal pro Woche ein einfaches Mittagessen vor, gerade gibt es Kartoffeln mit Lauchzwiebeln und Krautsalat. Die Nachbarin richtet ihr die übrigen Mahlzeiten. Ein Pflegedienst unterstützt sie, doch weil vor kurzem die Erhöhung auf Pflegestufe 2 abgelehnt wurde, kämen die Schwestern leider zu selten, sagt Frau R. und lacht ein bisschen: „Heute bin ich noch nicht gewaschen.“ Allein war sie zu schwach.
Die Kosten, die wegen ihrer vielen Erkrankungen entstehen, zehren die bescheidene Rente komplett auf. „Ich bin so was von pleite“, sagt die Kranke und berichtet von der hohen Stromrechnung aufgrund des Sauerstoffgeräts, von den nicht erstatttungsfähigen Salben und Vitaminen, den Kosten für die Fußpflegerin. Dann sagt Birute R. noch: „Ich habe mir das Alter anders erhofft.“
Wer helfen will, wird um ein Geldgeschenk gebeten, das überwiesen oder Montag bis Freitag von 9.30 bis 18 Uhr und an allen Samstagen im Dezember von 9.30 bis 15 Uhr im SZ-Servicezentrum, Sendlinger Straße 8, eingezahlt werden kann.
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(SZ vom 09.12.08)